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Zur SonderausgabeNorwegens wilde Vielfalt – von Fjorden über Fjell bis zur VogelinselSeeadler, Moschusochsen, Papageitaucher und Norwegens faszinierende Tierwelt. Am Romsdalsfjord erleben wir Seeadler aus nächster Nähe: Vom Motorboot aus beobachten und fotografieren wir die majestätischen Greifvögel beim Beutefang aus einer hervorragenden Fotodistanz. Im Dovrefjell-Nationalpark gehen wir auf Pirsch nach den urzeitlich anmutenden Moschusochsen und entdecken in der weiten Tundralandschaft auch Rentiere und mit etwas Glück Elche. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch der berühmten Vogelinsel Runde, auf der uns die zutraulichen Papageitaucher beste Fotomöglichkeiten bieten.
Fotoexkursion anfragenNorwegens wilde Vielfalt – von Fjorden über Fjell bis zur VogelinselSeeadler, Moschusochsen, Papageitaucher und Norwegens faszinierende Tierwelt
Am Romsdalsfjord erleben wir Seeadler aus nächster Nähe: Vom Motorboot aus beobachten und fotografieren wir die majestätischen Greifvögel beim Beutefang aus einer hervorragenden Fotodistanz. Im Dovrefjell-Nationalpark gehen wir auf Pirsch nach den urzeitlich anmutenden Moschusochsen und entdecken in der weiten Tundralandschaft auch Rentiere und mit etwas Glück Elche. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch der berühmten Vogelinsel Runde, auf der uns die zutraulichen Papageitaucher beste Fotomöglichkeiten bieten.
Bereits bei Tagesanbruch fahren wir mit unserem offenen Motorboot hinaus auf den Romsdalsfjord. Im sanften Licht des Morgens und ebenso am Nachmittag ergeben sich ideale Be-dingungen für eindrucksvolle Flugaufnahmen der Seeadler. Mehrere Brutpaare leben entlang der Fjordufer und pendeln regelmäßig zwischen Horst und Jagdrevier. Oft streifen sie unsere Boote in Entfernungen von nur zehn bis fünfzig Metern – ideale Voraussetzungen für spektakuläre Actionaufnahmen. Empfehlenswert sind Brennweiten zwischen 200 und 500 Millimetern, möglichst mit Bildstabilisator.
Nur knapp zwei Autostunden von unserem Ferienhaus entfernt liegt der Dovrefjell-Nationalpark – eines der letzten Rückzugsgebiete der wild lebenden Moschusochsen auf dem europäischen Festland. Die imposanten Tiere wirken wie Relikte aus der Eiszeit und bieten in der offenen Tundralandschaft einzigartige Fotomotive. Gleichzeitig bestehen gute Chancen auf Begegnungen mit Rentieren und gelegentlich auch Elchen.
Die tief eingeschnittenen Fjorde prägen die Landschaft Norwegens wie kaum ein anderes Naturphänomen. Zwischen Stavanger und Molde zeigt sich diese einzigartige Küstenwelt von ihrer schönsten Seite. Unsere Fotoexkursionen beginnen direkt am Ufer des Romsdalsfjords, einer der landschaftlich reizvollsten Regionen des Landes.
Schon der Anflug auf den Flughafen Molde ist ein Erlebnis. Die Maschine gleitet tief über den Fjord, während schneebe-deckte Berggipfel scheinbar auf Augenhöhe vorbeiziehen. Wer einen Fensterplatz ergattert, wird bereits vor der Landung mit unvergesslichen Ausblicken belohnt.
Der Romsdalsfjord erstreckt sich weit bis zum offenen Meer. Kleine Dörfer schmiegen sich an seine Ufer, während zahllose Wanderwege zu spektakulären Aussichtspunkten führen. Neben unseren täglichen Fotozielen, die wir mit dem Geländewagen erreichen, sind wir auch zu Fuß und mit dem Boot unterwegs.
Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählt der UNESCO-Welterbe-Geirangerfjord. Mächtige Wasserfälle, steil aufra-gende Felswände und schneebedeckte Gipfel bilden hier eine der eindrucksvollsten Landschaften Skandinaviens. Vom rund 600 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt eröffnet sich ein überwältigender Blick über den Fjord.
Nicht weniger beeindruckend ist der berühmte Trollstigen. Elf enge Serpentinen winden sich bis auf 858 Meter Höhe hinauf und bieten grandiose Ausblicke auf das Tal sowie die markanten Gipfel von Kongen, Dronningen und Bispen. Die spektakuläre Passstraße gehört zu den bekanntesten Naturattraktionen Norwegens.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Vogelinsel Runde. Der südlichste große Vogelberg Norwegens beherbergt Hunderttausende Seevögel. Besonders die farbenfrohen Papageitaucher lassen sich hier aus kurzer Distanz hervorragend beobachten und fotografieren.
Diese Reise bietet weit mehr, als sich auf wenigen Seiten beschreiben lässt. Mit nur zwei bis vier Teilnehmern erleben wir einige der schönsten Natur- und Fotoreviere Norwegens intensiv und ohne Zeitdruck. Atemberaubende Landschaften, faszinierende Tierbegegnungen und optimale fotografische Bedingungen machen diese Exkursion zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
Bis bald in Norwegen – und allzeit Gut Licht!
Anreise – schon der Weg ist ein Erlebnis
Selbstverständlich können Sie direkt nach Molde fliegen. Eine besonders reizvolle Alternative ist jedoch die Anreise über Oslo mit der Bahn. Von dort bringt Sie die spektakuläre Raumabahn in rund fünf Stunden entspannt nach Åndalsnes, wo wir Sie am Bahnhof persönlich abholen.
Der letzte Streckenabschnitt zählt zu den schönsten Bahnstrecken der Welt. Im Panoramazug fahren Sie durch das beeindruckende Romsdalen entlang des wildromantischen Rauma-Flusses, vorbei an steilen Felswänden, tosenden Wasserfällen und majestätischen Berggipfeln. Bereits die Anreise wird so zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.
Ganz gleich, ob Sie sich für den Flug nach Molde oder die Bahnfahrt über Oslo entscheiden – wir holen Sie selbstverständlich am Flughafen beziehungsweise am Bahnhof ab. Auch eine Anreise mit dem eigenen Pkw ist problemlos möglich. Direkt an unserem Ferienhaus stehen Ihnen kostenlose Parkplätze zur Verfügung.
Exkursionsablauf
Norwegen | Zwischen Fjorden und Fjell
Nach der Ankunft am Flughafen Molde fahren wir gemeinsam nach Eidsbygda. Unser direkt am Romsdalsfjord gelegenes Ferienhaus ist während der gesamten Fotoexkursion unser Ausgangspunkt.
Schwerpunkt der Reise ist die faszinierende Seeadlerfotografie. Mehrmals täglich fahren wir mit dem Motorboot hinaus auf den Fjord und erleben die majestätischen Greifvögel aus nächster Nähe. Durch gezielt ins Wasser geworfene Fische ergeben sich spektakuläre Jagdszenen und beste Voraussetzungen für beeindruckende Actionaufnahmen.
Mit unserem geräumigen Geländewagen erreichen wir zudem weitere fotografisch interessante Ziele in der Region. Trotz des abwechslungsreichen Programms bleibt genügend Zeit, die eindrucksvolle Landschaft zu genießen.
Die Fotoexkursion findet mit maximal vier Teilnehmern statt. Dadurch können wir den Ablauf flexibel an Wetter, Licht und die besten fotografischen Möglichkeiten anpassen.

Romsdalsfjord Im Reich der Adler
Von Peter Scherbuk
Norwegen beherbergt den größten Seeadlerbestand Europas. Am Romsdalsfjord kenne ich mehrere regelmäßig besetzte Adlerhorste, die sich mit dem Motorboot in wenigen Minuten erreichen lassen. Diese außergewöhnliche Dichte macht den Fjord zu einem der besten Reviere Europas für die Seeadlerfotografie.
Mehrmals täglich fahre ich in die Nähe der Adlerreviere. Mit der Zeit gewöhnen sich die Tiere an das Boot und kommen immer näher heran. Manchmal holen sie den ausgelegten Fisch in weniger als zwei Metern Entfernung.
Oft fliegen die Seeadler bereits auf das Boot zu, sobald sie es erkennen. Sie kreisen über dem Fjord und warten auf den Fischwurf. Tauchen fremde, meist jüngere Adler auf, kommt es gelegentlich zu Rangeleien und spektakulären Flugmanövern – begehrte Motive für jeden Tierfotografen.
Erfahrung und schnelle Reaktion
Seit vielen Jahren fotografiere ich die Seeadler und kann ihr Verhalten meist gut einschätzen. Dennoch sind Flugaufnahmen aus einem schwankenden Boot anspruchsvoll und erfordern Übung.
Ein schneller Autofokus und eine hohe Serienbildgeschwindigkeit erhöhen die Erfolgschancen deutlich. Oft dauert eine Szene nur wenige Augenblicke. Gute Reaktion, passende Technik und Erfahrung sind deshalb entscheidend. .
Wechselhaftes Wetter
Das Wetter am Romsdalsfjord kann sich innerhalb kurzer Zeit verändern. Auf Sonne und Wärme folgen nicht selten Regen, Wind und kühlere Temperaturen.
Gerade diese Wechselhaftigkeit macht den fotografischen Reiz aus. Gedämpftes Licht bringt Gefiederdetails besonders gut zur Geltung, tief stehende Sonne sorgt für eindrucksvolle Stimmungen, und bei wenig Licht lassen sich dynamische Wischeffekte gestalten. Jede Wetterlage bietet eigene fotografische Möglichkeiten.
Im Anflug
Nach kühlen Wetterperioden benötigen die Seeadler mehr Nahrung. Ich verwende meist kleinere Seelachse, Makrelen oder Dorsche. Zu klein dürfen die Fische allerdings nicht sein, sonst werden sie schnell von Möwen erbeutet.
Manchmal holt ein Adlerpaar mehrere Fische nacheinander und bringt sie zum Horst. Mein bisheriger Rekord liegt bei zwölf Anflügen. Besonders spektakulär wird es, wenn ein Adler eine Möwe verfolgt, diese ihre Beute fallen lässt und der Adler den Fisch noch in der Luft auffängt.
Kommen Sie mit!
Seit vielen Jahren begleite ich Gäste zur Seeadlerfotografie am Romsdalsfjord. Wer diese eindrucksvollen Begegnungen selbst erleben möchte, findet weitere Informationen unter www.naturblick-fotoreisen.de
Eines ist sicher: Jede Ausfahrt ist ein besonderes Erlebnis.

Abenteuer Romsdalsfjord
Von Dr. Martin Wienkenhöver
Faszination Greifvögel
Schon als Kind faszinierten mich Bussarde, Habichte, Sperber und Eulen. Bei ihren Beuteflügen lernte ich viel über ihr Verhalten – Erfahrungen, die mir heute in der Naturfotografie zugutekommen.
Richtig gepackt hat mich die Greifvogelfotografie im Juni 2018 bei meiner ersten Seeadler-Tour mit Peter Scherbuk am norwegischen Romsdalsfjord. Seitdem kehre ich immer wieder dorthin zurück. Die Eleganz der Adler, ihre kraftvollen Flugmanöver und die Präzision beim Fischfang begeistern mich bis heute.
Der Juni bietet besonders gute Bedingungen, weil die Jungvögel intensiv mit Nahrung versorgt werden. Dadurch entstehen zahlreiche Gelegenheiten für eindrucksvolle Flug- und Beuteszenen.
Wind und Regen als Chance
Das wechselhafte Wetter am Fjord ist fotografisch oft ein Vorteil. Bei ruhiger See jagen die Adler meist selbst und wählen ihre Anflugrichtung frei. Bei Wind und Regen nehmen sie angebotene Köderfische häufiger an und fliegen gegen den Wind an. So kann das Boot günstig positioniert werden, um seitliche oder frontale Anflüge zu fotografieren.
Raue See, Kälte und Regen verlangen jedoch auch den Fotografen einiges ab. Warme, wasserdichte Kleidung und ein stabiler Magen sind deshalb wichtig.
Der entscheidende Augenblick
Auffliegende Möwen sind oft das erste Zeichen für einen herannahenden Seeadler. Wer ihre Fluchtrichtung beobachtet, kann den Adler frühzeitig erkennen und sich rechtzeitig vorbereiten.
Sobald er anfliegt, geht alles sehr schnell. Kurz vor der Wasseroberfläche streckt der Seeadler seine kräftigen Fänge nach vorne, greift den Fisch und steigt wieder auf. Eine hohe Serienbildrate, zuverlässiger Autofokus und ausreichend Speicherplatz sind dabei von Vorteil.
Auch die Auseinandersetzungen zwischen Möwen und Adlern bieten spannende Motive. Häufig verfolgen die wendigeren Möwen den Adler nach dem Zugriff oder greifen ihn scheinbar an. Deshalb sollte man den Kamerasucher nicht zu früh vom Auge nehmen.
Wetter und Licht nutzen
Der Romsdalsfjord bietet ständig wechselnde Stimmungen: Adler vor dunklen Berghängen, Vögel im Morgennebel oder goldfarbenes Gefieder im Gegenlicht. Bei schlechtem Wetter können Mitzieher mit längeren Belichtungszeiten besonders dynamische Bilder ergeben.
Die Erfahrung und ausgezeichnete Ortskenntnis von Peter tragen wesentlich zum Erfolg der Touren bei. Seine Beobachtungsgabe und seine Fähigkeiten als Bootsführer machen die Seeadlerfotografie am Romsdalsfjord zu einem besonderen Erlebnis.
Weitere Fotomotive
Neben Seeadlern und Möwen gibt es am Fjord weitere interessante Arten. Dazu gehören Gryllteisten, Austernfischer und Mittelsäger. Die Gryllteisten brüten in Felsspalten und sind an ihrem dunklen Gefieder, den weißen Flügelflecken und roten Füßen gut zu erkennen.
Zum Reiseprogramm gehören außerdem Ausflüge zu den Papageitauchern auf der Insel Runde und zu den Moschusochsen im Dovrefjell. Während die Papageitaucher am Abend zu ihren Nisthöhlen zurückkehren, beginnt die Suche nach den Moschusochsen möglichst früh am Morgen.
So verbindet eine Reise an den Romsdalsfjord eindrucksvolle Seeadlerfotografie mit zahlreichen weiteren Naturerlebnissen.

„Der Adler kommt!”
Wenn Sekunden über das perfekte Bild entscheiden – eine unvergessliche Fotoreise zu den Seeadlern Norwegens
Von Ralf Müller
„Der Adler kommt!“ – Kaum fällt dieser Ruf, steigt die Spannung an Bord schlagartig. Alle Objektive richten sich zum Himmel. Sekunden später stürzt der mächtige Seeadler mit ausgestreckten Fängen auf den Seelachs herab. Ein kurzer Kontrollblick auf das Kameradisplay – die Bildserie ist scharf. Erleichterung und Begeisterung zugleich.
Auf nach Norwegen
Zu meinem 50. Geburtstag erfüllte ich mir einen lang gehegten Wunsch und buchte eine Fotoexkursion an den Romsdalsfjord. Schon der Flug über die Fjorde und schneebedeckten Berge ließ die Vorfreude wachsen.
Am Flughafen empfing uns Peter Scherbuk, der uns während der gesamten Reise mit großer Erfahrung begleitete. Unser Ferienhaus am Fjord bot einen herrlichen Blick auf die norwegische Bergwelt und war Ausgangspunkt für unvergessliche Fototage.
Adlerfotografie auf dem Fjord
Noch vor Sonnenaufgang ging es mit dem Boot hinaus. Wind und Wetter bestimmten die Flugrichtung der Seeadler und damit unsere Chancen auf spektakuläre Aufnahmen. Dank Peters Erfahrung konnten wir die Boote immer wieder optimal positionieren.
Zwischen den Ausfahrten wurde frischer Seelachs geangelt – als Köder für die Adler und gelegentlich auch für unser Abendessen. Silber- und Mantelmöwen begleiteten das Boot ständig und boten ideale Motive, um Flugaufnahmen zu üben.
Die hohe Seeadlerdichte am Romsdalsfjord und Peters hervorragende Revierkenntnis sorgten dafür, dass jeder Teilnehmer mit außergewöhnlichen Bildern nach Hause fuhr.
Naturerlebnisse abseits der Adler
Die Reise bot weit mehr als Seeadler. Rund um unser Ferienhaus beobachteten wir zahlreiche Vogelarten, und Ausflüge führten uns zu den Trollstigen, in den Dovrefjell-Nationalpark und auf die Vogelinsel Runde.
Im Dovrefjell gelang uns schließlich die Begegnung mit den beeindruckenden Moschusochsen. Auf Runde warteten Papageientaucher, Raubmöwen und ein stimmungsvoller Sonnenuntergang auf uns – ein weiterer Höhepunkt der Reise.
Fazit
Die Woche am Romsdalsfjord verging viel zu schnell. Beeindruckende Landschaften, spektakuläre Tierbeobachtungen und unzählige fotografische Möglichkeiten machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein besonderer Dank gilt Peter Scherbuk, dessen Erfahrung, Ortskenntnis und unermüdlicher Einsatz diese außergewöhnliche Fotoreise überhaupt erst möglich gemacht haben.

Zwischen Fjorden, Fjell und VogelinselSpektakuläre Tierbegegnungen und grandiose Landschaften zwischen Romsdalsfjord, Dovrefjell und der Vogelinsel Runde.Von Katherina und Christian Böing
In der ersten Juliwoche 2026 führte uns die NATURBLICK-Fotoexkursion mit Peter Scherbuk in einige der spektakulärsten Naturregionen Norwegens. Auf dem Programm standen drei fotografische Höhepunkte: die Seeadler am Romsdals-fjord, die Moschusochsen des Dovrefjell-Nationalparks und die berühmten Papageitaucher auf der Vogelinsel Runde.
Schon bei der Ankunft wurde deutlich, weshalb Norwegen zu den eindrucksvollsten Naturreisezielen Europas zählt. Tief eingeschnittene Fjorde, schneebedeckte Gipfel, mächtige Wasserfälle und unberührte Landschaften bildeten die Kulisse für eine Woche voller intensiver Naturerlebnisse. Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typisch nordischen Seite: Sonnenschein, Regen, Nebel und Wind wechselten oft innerhalb weniger Stunden und sorgten immer wieder für faszinierende Lichtstimmungen.
Europas größte Greifvögel aus nächster Nähe
Ein absoluter Höhepunkt waren die fast täglichen Ausfahrten auf den Romsdalsfjord. Ziel war die Fotografie der imposanten Seeadler – und dank Peters langjähriger Erfahrung boten sich außergewöhnliche Möglichkeiten.
Zunächst lockten kleine Fischstücke zahlreiche Möwen an, die bereits spektakuläre Flugszenen ermöglichten. Anschließend begann das eigentliche Schauspiel. Mit den größeren Köderfischen wurden gezielt die Seeadler angelockt. Jetzt war höchste Konzentration gefragt.
„Adler kommt!“
Kaum waren diese Worte gefallen, brachte Peter das Boot in Sekundenschnelle in die perfekte Position. Im nächsten
Augenblick ratterten die Kameras im Serienbildmodus. Mit unglaublicher Präzision schossen die Adler auf den Fisch herab, griffen ihn mit ihren mächtigen Fängen und stiegen mit kraftvollen Flügelschlägen wieder empor. Nicht selten
lieferten sich Möwen und Adler anschließend spektakuläre Verfolgungsjagden – zusätzliche Motive, die niemand so schnell vergessen wird.
Am Abend wurden die Bilder gemeinsam begutachtet. Bei gutem Essen und vielen Gesprächen ließ man die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Dabei zeigte sich schnell: Hinter jedem gelungenen Bild steckt weit mehr als nur das Drücken des Auslösers.
Auf den Spuren der Eiszeit
Nicht weniger beeindruckend war die Exkursion in den Dovrefjell-Nationalpark. Bereits kurz nach Mitternacht begann der Tag, denn der lange Anfahrtsweg und die anschließende Wanderung verlangten einen frühen Start.
Schon unterwegs wurden wir belohnt. In den ersten Morgenstunden konnten mehrere Elche beobachtet und fotografiert werden – ein gelungener Auftakt.
Nach einer anspruchsvollen Wanderung entdeckten wir schließlich die ersten Moschusochsen. Zunächst zeigte sich ein einzelnes Tier, wenig später mehrere weitere Tiere und schließlich eine kleine Herde, die gemächlich durch die eindrucksvolle Gebirgslandschaft zog. Diese Begegnungen mit den urzeitlich wirkenden Tieren zählen zweifellos zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen Norwegens.
Auch der Rückweg durch die weite Fjelllandschaft bot immer wieder fantastische Ausblicke. Als leichter Regen einsetzte, machte sich die Gruppe mit vielen neuen Eindrü-cken und vollen Speicherkarten auf den Heimweg.
Papageitaucher – die Stars von Runde
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Vogelinsel Runde. Tausende Seevögel brüten hier auf den steilen Klippen, doch die unangefochtenen Stars sind die Papageitaucher.
Mit ihren leuchtend orangefarbenen Schnäbeln wirken sie fast wie gemalt. Gleichzeitig überraschen sie mit ihrer enormen Fluggeschwindigkeit und Wendigkeit. Stundenlang beobachteten wir die Vögel beim Anflug auf ihre Bruthöhlen, bei der Gefiederpflege oder mit kleinen Sandaalen im Schnabel. Immer wieder entstanden neue fotografische Situationen, die schnelle Reaktionen verlangten.
Auch die beeindruckende Küstenlandschaft mit ihren steilen Felsen und dem offenen Atlantik machte den Besuch der Insel zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Mehr als nur schöne Bilder
Die Woche verging viel zu schnell. Sie war geprägt von außergewöhnlichen Tierbeobachtungen, intensiven Natur-erlebnissen und unzähligen fotografischen Höhepunkten.
Besonders beeindruckte uns der enorme Aufwand, den Peter für die Vorbereitung der Seeadlerfotografie betreibt. Noch bevor die eigentlichen Bootstouren beginnen können, müssen zunächst genügend Fische gefangen werden, um Möwen und Seeadler überhaupt anzulocken. Erst diese sorgfältige Vorbereitung und seine jahrzehntelange Erfahrung ermöglichen jene spektakulären Aufnahmen, für die die NATURBLICK-Fotoexkursionen bekannt sind.
Am Ende nahmen wir weit mehr mit nach Hause als nur gelungene Fotos. Es waren die Begegnungen mit wilden Tieren, die großartige Landschaft, die gemeinsame Zeit in einer kleinen Gruppe und das Gefühl, die Natur Norwegens intensiv erlebt zu haben. Genau diese Kombination macht eine NATURBLICK-Fotoexkursion zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Unvergessliche Naturerlebnisse am RomsdalfjordVon Dr. Stefan Niederste-Frielinghaus
In der dritten Juniwoche 2025 war es endlich so weit. Nach Reisen mit Peter Scherbuk nach Lappland und Nordostpolen stand nun der Romsdalsfjord auf dem Programm – ein Reiseziel, von dem ich schon viel gehört hatte.
Traumrevier für Naturfotografen
Als Peter im Januar erzählte, dass in der zweiten Gruppe noch ein Platz frei sei, musste ich nicht lange überlegen. Schon die Unterkunft war ein Erlebnis. Von meinem Zimmer aus blickte ich direkt auf den Fjord mit seinen ständig wechselnden Licht- und Wetterstimmungen. Um diese Jahreszeit wird es selbst nachts kaum dunkel – ideale Bedingungen für Fotografen.
Seeadlerfotografie der Extraklasse
Ich hatte bereits Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern fotografiert, doch der Romsdalsfjord spielt in einer ganz anderen Liga. Peter fängt die Köderfische selbst – eine Arbeit, die viel Erfahrung und Geduld erfordert. Wer mithilft, hat gleichzeitig die Chance, größere Fische für das Abendessen zu fangen. Mir gelang als Angellaie sogar der Fang von drei Lengs, die Peter noch am selben Tag frisch zubereitete – ein Genuss, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Fotografieren bei Wind und Wetter
Von den vielen Ausfahrten blieb mir besonders die letzte in Erinnerung. Nach mehreren erfolgreichen Tagen wollten wir ein letztes Mal hinaus. Regen und wechselnder Wind sorgten zunächst für schwierige Bedingungen.
Als ein kräftiger Schauer aufzog, fragte Peter: „Bei Sonne kann jeder – wollen wir das besondere Bild?“ Natürlich wollten wir. Kurz darauf passte der Wind, und wir konnten die Seeadler im strömenden Regen fotografieren. Genau diese außergewöhnlichen Bedingungen sorgten für eine ganz besondere Bildserie.
Beeindruckend war dabei Peters Begeisterung. Obwohl er dort schon unzählige Male fotografiert hat, sucht er immer wieder nach dem perfekten Bild und motiviert damit die gesamte Gruppe.
Mehr als nur Seeadler
Neben den Bootstouren unternahmen wir zahlreiche Ausflüge. Im Dovrefjell fotografierten wir Moschusochsen, Blaukehlchen und Goldregenpfeifer, auf der Insel Runde standen Papageitaucher im Mittelpunkt.
All diese Erlebnisse passten in nur eine Woche – viel zu kurz. Am Ende blieb vor allem ein Gedanke: Am liebsten wäre ich einfach noch eine weitere Woche geblieben.

