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Zur SonderausgabeDen Elchen auf der Spur – Im Reich der Könige der WälderExklusive Tierfotografie in den elchreichsten Revieren Nordostpolens. Der Elch zählt neben Wisent und Rothirsch zu den größten Wildtieren Nordostpolens. Die Region beherbergt eines der bedeutendsten Rückzugsgebiete der europäischen Elche und zugleich die größte Elchpopulation Polens. Ziel unserer Fotoexkursion ist es, diese majestätischen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren und eindrucksvoll zu fotografieren. Doch auch Rot- und Schwarzwild, Biber, Fischotter, Kraniche sowie mit etwas Glück Wölfe und Luchse gehören zu den möglichen Motiven.
Fotoexkursion anfragenDen Elchen auf der Spur – Im Reich der Könige der WälderExklusive Tierfotografie in den elchreichsten Revieren Nordostpolens
Der Elch zählt neben Wisent und Rothirsch zu den größten Wildtieren Nordostpolens. Die Region beherbergt eines der bedeutendsten Rückzugsgebiete der europäischen Elche und zugleich die größte Elchpopulation Polens. Ziel unserer Fotoexkursion ist es, diese majestätischen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung aufzuspüren und eindrucksvoll zu fotografieren. Doch auch Rot- und Schwarzwild, Biber, Fischotter, Kraniche sowie mit etwas Glück Wölfe und Luchse gehören zu den möglichen Motiven
Diese exklusive Fotoexkursion führen wir bewusst mit maximal vier Teilnehmern durch. Fotografiert wird in den wildreichen Wäldern entlang der polnisch-belarussischen Grenze, im Knyszyn-Wald und im Biebrza-Nationalpark. Je nach aktuellen Wildtierbeobachtungen können wir unsere Aktivitäten kurzfristig bis nach Masuren oder an den Rand des Białowieża-Nationalparks verlagern.
Dank unserer engen Zusammenarbeit mit polnischen Naturfotografen, Förstern und Wildtierexperten erhalten wir regelmäßig aktuelle Informationen über Tierbewegungen. Ergänzt werden diese durch mehrere Wildkameras, die wir gemeinsam betreiben und die wertvolle Hinweise auf die Aktivität von Elchen, Wölfen und Luchsen liefern.
Während der Exkursion sind wir mit Geländefahrzeugen unterwegs und können bei Bedarf jederzeit mobile Tarnzelte oder Ansitze aufbauen. Selbstverständlich verfügen wir über die erforderlichen Genehmigungen, um verschiedene Waldgebiete mit unseren Fahrzeugen befahren zu dürfen und flexibel auf aktuelle Situationen reagieren zu können.
Der Ablauf der Fotoexkursion wird gemeinsam mit den Teilnehmern abgestimmt. So können wir auf individuelle Wünsche eingehen und unsere Zeit dort verbringen, wo
die Chancen auf außergewöhnliche Tierbeobachtungen und eindrucksvolle Naturaufnahmen am größten sind. Unser Ziel ist es, dass jeder Teilnehmer mit unvergesslichen Erlebnissen und einer Vielzahl besonderer Bilder nach Hause zurückkehrt.
Wenn Sie etwas ganz Besonderes suchen und außergewöhnliche Natur hautnah erleben möchten, dann sind Sie bei uns genau richtig. Freuen Sie sich auf spannende Tage voller unvergesslicher Tierbegegnungen, faszinierender Fotomotive und intensiver Naturerlebnisse – gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter.

Der „wilde Osten“ PolensAbenteuer Knyszyn-Wald
Von Andreas Buchholz
Zur Brunft der Elche im Nordosten Polens
Die Ankündigung dieser Fotoexkursion klang verlockend: Elche zur Brunft, vielleicht Wölfe und sogar freilebende Wisente. Nach meiner Reise in die Waldkarpaten im Vorjahr war ich vom Osten Europas längst begeistert und buchte frühzeitig.
Ankunft im Land der Elche
Mit dem Wohnmobil fuhr ich quer durch Polen in den Knyszyn-Wald. Kurz vor dem Ziel stand mein erster Elch vor dem Fahrzeug – ich war im Land der Schaufler angekommen.
Da ich einige Tage früher anreiste, konnte ich beim Ein-richten eines neuen Wolfsverstecks helfen. Schon am ersten Nachmittag begegnete ich einer Wisentherde. Die mächtigen Wildrinder grasten im warmen Licht und ließen sich aus respektvoller Entfernung fotografieren.
Den Wölfen auf der Spur
Für die Wolfsbeobachtung saßen wir noch vor Tagesanbruch in einem mobilen Versteck am Rand einer offenen Fläche. Die Alttiere bekamen wir nicht zu Gesicht, doch vier Welpen und ein Jungwolf erschienen regelmäßig am Rendezvousplatz.
Ihre prall gefüllten Bäuche zeigten, dass die nächtliche Jagd erfolgreich gewesen war. Sie ruhten im Gras, spielten miteinander und zogen sich später in den Wald zurück. Diese stillen Einblicke in ihr Familienleben gehörten zu den eindrucksvollsten Erlebnissen der Reise.
Eine gefährliche Begegnung
An einem Wasserloch erschien ein Elchbulle, den ich mit Rufen zum Bleiben bewegen wollte. Seine Reaktion war heftig: Er schlug gegen Büsche, brach eine junge Birke und stürmte auf das Versteck zu.
Erst auf den Bildern erkannte ich seine Kampfnarben, ein abgebrochenes Geweihende und ein schwer verletztes Auge. Die Begegnung zeigte mir eindringlich, wie unberechenbar Wildtiere während der Brunft sein können.
Der König des Waldes
Mein schönstes Elcherlebnis hatte ich an einem kleinen Waldsee. Dort lebte ein mächtiger Bulle mit breiten Schaufeln. Im Morgennebel lockte ich ihn mit Rufen näher. Mehrfach umrundete er den See und ging sogar ins Wasser.
Am Nachmittag konnte ich ihn noch einmal im Sonnen-licht fotografieren. Seine Bewegungen strahlten Ruhe, Kraft und Würde aus – er war der unbestrittene König dieses Waldes.
Wenige Tage später erreichte mich die traurige Nachricht, dass der Bulle wohl von einem Wilderer angeschossen worden war und qualvoll verendet ist. Diese Nachricht traf mich tief.
Eine Reise, die bleibt
Besonders eindrucksvoll waren die frühen Morgenstunden im Wald. Noch vor Sonnenaufgang erwachte die Natur: Spechte klopften, Vögel begannen zu singen, und aus der Ferne erklang der Ruf eines Elchbullen.
Ich kehrte mit vollen Speicherkarten und einem ebenso vollen Herzen nach Hause zurück. Die Tiere, die Landschaft und die Menschen hinterließen Eindrücke, die keine Kamera vollständig festhalten kann.

Der „wilde Osten“ PolensNaturfotografische Streifzüge in Podlachien
Von Dr. Klaus Thomalla
Im Reich der Elche und Wisente
Der Name Podlachien bedeutet „Land unter dem Wald“ – eine treffende Bezeichnung für eine der ursprünglichsten Regionen Polens. Die dünn besiedelte Woiwodschaft beherbergt vier Nationalparks und mit dem Białowieża-Wald den letzten Tiefland-Urwald Mitteleuropas. Hier leben Wisente, Elche, Wölfe und viele weitere Wildtiere in freier Natur.
Unser Ziel war der rund 1.050 Quadratkilometer große Knyszyn-Wald, das zweitgrößte Waldgebiet Polens. Seine ausgedehnten Wälder und Elch- sowie Wisentreviere machen ihn zu einem Paradies für Naturfotografen.
Tierfotografie aus dem Auto
Die Suche nach Elchen und Wisenten erfolgt meist vom Auto aus. So lassen sich große Strecken zurücklegen, ohne die scheuen Tiere unnötig zu stören. Dank der hervorragenden Ortskenntnis von Peter Scherbuk, der notwendigen Fahrgenehmigungen und guter Kontakte zu Förstern und Grenzschutz konnten wir auch abgelegene Waldgebiete flexibel erkunden.
Könige der Wälder
Bereits am ersten Tag entdeckten wir unseren ersten Elch. Die eindrucksvollsten Begegnungen folgten jedoch in den frühen Morgenstunden der nächsten Tage. Ein unvergesslicher Moment war ein Elchbulle, der an einem frostigen Morgen nur wenige Meter vor unserem Fahrzeug aus der Deckung trat. Raureif, sanftes Morgenlicht und die imposante Erscheinung des Tieres sorgten für außergewöhnliche Aufnahmen. Auch am letzten Morgen wurden wir noch einmal mit einer beeindruckenden Elchbeobachtung belohnt.
Europas größte Wildrinder
Nicht weniger faszinierend waren unsere Begegnungen mit den Wisenten. Die einst in freier Wildbahn ausgerotteten Europäischen Bisons verdanken ihre Rückkehr erfolgreichen Zucht- und Auswilderungsprogrammen. Bereits am zweiten Exkursionstag trafen wir auf eine kleine Herde mit Jungtieren, später konnten wir mehrere kräftige Bullen im warmen Abendlicht über längere Zeit beobachten und fotografieren.
Ortskenntnis als Schlüssel zum Erfolg
Erfolgreiche Tierfotografie hängt nicht nur vom Wetter und etwas Glück ab. Entscheidend sind fundierte Gebietskenntnisse, aktuelle Informationen über die Tierbewegungen und die notwendigen Genehmigungen für das Befahren der Waldwege. Gerade in der Grenzregion zu Belarus sind gute Kontakte zu Förstern Grenz- und Naturschutz ein großer Vorteil.
Fazit
Unsere Tage im Knyszyn-Wald waren geprägt von intensiven Naturerlebnissen und außergewöhnlichen Tierbegegnungen. Das frühe Aufstehen und die Geduld wurden immer wieder mit unvergesslichen Momenten belohnt. Spätestens beim Betrachten der Bilder wird klar: Jede Anstrengung hat sich gelohnt.

